grillmoebel
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14 Oct 2019
Mordlust? Na ist halt angeboren, kann man nix machen (3)

Fast kann man es nachvollziehen, dass man eben die Leute, die sagen, man soll auf die Bremse drücken, selbst als Spaßbremsen wahrnimmt – sicherlich nicht die einzige sprachbildliche Verschiebung in der Psychologie des motorisierten Inidvidualverkehrs.
Dem zu begegnen, ist eine Sache, aber ein anderes Problem ist, dass, geht man mit der oben geäußerten Analogie mit, dass faktisch hier von hundert Leuten eine boxt, aber neunundvierzig Auto fahren. Wenn ich großzügigerweise davon ausgehe, dass nur 25 davon Spaß am Rasen haben, müsste es Platz für 20 Millionen Menschen geben, dieses Bedürfnis fernab von öffentlichen Straßen auszuleben. Der deutsche Autosportverband (nicht zu verwechseln mit der Bundesregierung) hat etwa 20000 Mitglieder.
Dieser Lösungsvorschlag ist also offensichtlich nicht praktikabel.
Doch ist der Spaß am Rasen etwas, was unbedingt ausgelebt werden muss? Vielleicht könnte hier angesetzt werden. Wer bei sich diese Tendenz bemerkt, könnte sich ein paar Stunden Rasertherapie verschreiben lassen und dort mit ausgebildeten Fachkräften (Die BRD liebt doch ausgebildete Fachkräfte) herausfinden, woher sie kommt und in den meisten Fällen wahrscheinlich entlarven, wofür sie wirklich steht. Mehr win-win geht doch kaum! Mehr Menschen kommen mit Selbstreflektion in Kontakt, es gibt weniger Rasende auf den Straßen und dazu werden sogar neue Arbeitsplätze geschaffen! Dass Arbeitsplätze als Argument nicht ziehen, habe ich in diesem Land bis jetzt nicht erlebt, also los! Auf die Straßen für das brandneue Grillmöbel-Raserkonzept!*


* Offizielles Anmelden ist hierbei wohl leider unumgänglich, denn auf befahrerenen Straßen gegen Raserei zu protestieren würde wahrscheinlich eher als Einladung wahrgenommen werden, Leute umzufahren

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